Peter Härtling, Präsident des BDRD: "Der BDRD will das Berufsbild stärker prägen und dafür sorgen, dass Kunden künftig den Unterschied zwischen einem selbsternannten Ruhestandsplaner und einem zertifizierten Sachverständigen für die Ruhestandsplanung erkennen."
Der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung Peter Härtling erläutert im Interview mit FONDS professionell ONLINE, worin echte Ruhestandsplanung besteht und wie sie sich von üblichen Altersvorsorge-Konzepten unterscheidet.
Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGFRP) aus Altötting, hat 1993 einen Maklerpool gegründet, der mit Altersvorsorge nicht mehr zu tun hatte als seine Wettbewerber. Ab 2007 jedoch entdeckte er das Thema Ruhestandsplanung für sich und richtete sein Unternehmen darauf aus. 2009 hob er den Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland (BDRD) aus der Taufe. Im Interview mit FONDS professionell ONLINE spricht Härtling über seine Auffassung von fundierter Ruhstandsplanung, über seine Arbeit und seine Vision.
Herr Härtling, Was unterscheidet die Tätigkeit eines Ruhestandsplaners von der eines Financial Planners?
Peter Härtling: Ruhestandsplanung ist ähnlich wie Financial Panning eine ganzheitliche Beratung. Die meisten Berater gehen aber davon aus, dass Altersvorsorge mit dem Rentenbeginn endet. Uns kommt es hingegen darauf an, dass unsere Kunden bis an ihr Lebensende in finanzieller Freiheit leben können. Wir ermitteln daher zunächst eine persönliche Strategiedauer für jeden Kunden.
Können Sie ein Beispiel geben?
Härtling: Bei einem heute 40-Jährigen, der mit 67 Jahren in Rente geht und damit rechnet, das stolze Alter von 95 Jahren zu erreichen, läge die Strategiedauer bei 55 Jahren.
Finanzielle Freiheit bis ans Lebensende – das klingt nach einem guten Plan. Wie setzen Ruhestandsplaner ihn in die Tat um?
Härtling: Wir errechnen, wie der Kunde die Ziele realisieren kann, die er sich bis zum Ruhestand gesetzt hat – etwa die Finanzierung einer Immobilie oder das Studium seiner Kinder. Berücksichtigt werden auch notwendige Absicherungen zum Beispiel für den Todes- oder Krankheitsfall. Erst, wenn die Zeit bis zur Rente finanziell komplett durchgeplant ist, kommt der Ruhestand an die Reihe.
Bis dahin scheint das Ganze noch nicht so ungewöhnlich zu sein.
Härtling: Ungewöhnlich wird es jetzt. Der Berater erfragt den Rentenwunsch des Kunden – und zwar im Sinne von Kaufkraft. Dann wird die persönliche Inflationsrate ermittelt. Die offizielle Inflation ist eine Sache, aber wir versuchen herauszufinden, was dem Klienten im Alter ganz besonders wichtig ist. Das können Reisen ebenso sein wie regelmäßige Restaurantbesuche. Unter Berücksichtigung der üblichen Inflationsrate berechnet der Ruhestandsplaner im nächsten Schritt, welche Summe dem Kunden monatlich zur Verfügung stehen muss, damit er den gewünschten Lebensstil verfolgen kann. Dann schauen wir, wieviel Kapital bis zur Rente insgesamt eingesetzt werden kann. So ergibt sich im letzten Schritt die Rendite, die das anzulegende Kapital erzielen muss.
Für eine solche Ruhestandsplanung braucht ein Berater sicher besondere Kenntnisse.
Härtling: Das stimmt. Der Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland (BDRD) hat Qualitätsstandards für die Tätigkeit des Ruhestandsplaners erarbeitet und bietet Zertifizierungslehrgänge für Makler und Finanzvermittler an. Weiterbilden können sich alle Berater, die eine Zulassung nach Paragraf 34d oder 34f Gewerbeordnung haben.
Den Verband haben Sie 2009 gegründet. Welche Ziele verfolgt er?
Härtling: Der BDRD will das Berufsbild stärker prägen und dafür sorgen, dass Kunden künftig den Unterschied zwischen einem selbsternannten Ruhestandsplaner und einem zertifizierten Sachverständigen für die Ruhestandsplanung erkennen.
Immerhin springen Banken und Versicherer mittlerweile auf den Zug auf und weben mit dem Begriff Ruhestandplaner, der seriöserer anmutet als Schlagworte wie Anlageberatung oder Finanzvermittlung.
Härtling: Ja, aber ein zertifizierter Sachverständiger für Ruhestandsplanung hat sich fachlich sehr gut weitergebildet, der Begriff ist ein Alleinstellungsmerkmal. Finanzdienstleister wollen ja alle immer besser sein als der Wettbewerb, doch das schaffen sie in den Augen der Kunden oft nicht. Aber wir können aus der Masse herausragen. Meine Vision ist, dass es eine Tages in jedem Ort in Deutschland mit mehr als 15.000 Einwohnern einen zertifizierten Ruhestandsplaner gibt.
Quelle:
http://www.fondsprofessionell.de/news/news-products/nid/ruhestandsplaner-wir-koennen-aus-der-masse-herausstechenquot/nsuchbegriff/bdrd/nsort/1/nsortiermethode/desc/nsuche/1/gid/1027187/
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Donnerstag, 23. Juni 2016
Freitag, 22. Mai 2015
BDRD: Deutsche kennen den Zinseszinseffekt nicht
84 Prozent der Deutschen glauben, dass sie ohne private Vorsorge im Alter finanzielle Probleme haben werden. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Gesellschaft Deutscher Versicherer (GDV).
Doch nur 48 Prozent der Befragten sorgen auch wirklich privat vor. Dabei lässt sich schon mit kleinen Beträgen ein beachtliches Polster erwirtschaften, rechnet der Bundesverband der Deutschen Ruhestandsplaner (BDRD) vor. Wichtigste Voraussetzung: Es muss früh begonnen werden.
„Die Rente ist sicher – das glaubt heute niemand mehr“, ist sich Peter Härtling, Präsident des Bundesverbandes der Ruhestandsplaner Deutschland (BDRD) sicher. Den Deutschen sei sehr bewusst, dass es allein mit der gesetzlichen Rente im Alter eng wird. Doch viele verschieben das Thema Altersvorsorge nach hinten. „Das ist aber der falsche Weg“, warnt Härtling. „Die Deutschen kennen offenbar den Zinseszinseffekt nicht”, so der BDRD-Präsident. Für den ungetrübten Ruhestand sei es gerade wichtig, so früh wie möglich anzufangen.
Denn nur dann könne der Zinseszinseffekt sein volles Potenzial entfalten. Der wirkt übrigens nicht nur bei Sparbuchzinsen, sondern zum Beispiel auch, wenn Dividenden aus Aktienbesitz wieder angelegt werden oder thesaurierende Fonds mit ihren Gewinnen weiter wirtschaften. Die reinvestierten Renditen erzielen also immer neue Einnahmen, die dann wiederum Renditen generieren. „Wer früh anfängt, muss weniger sparen“, resümiert Härtling und rechnet vor: Wer sich im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand begeben möchte und zusätzlich zur gesetzlichen Rente monatlich 1000 Euro braucht, um den Lebensstandard zu halten, der benötigt bei einer angenommenen Infaltion von drei Prozent ein finanzielles Polster von rund 230.000 Euro. Ein heute 20-Jähriger müsste bei einer durchschnittlichen Rendite von konservativen fünf Prozent monatlich 105,22 Euro zurücklegen. Dank Zinseszinseffelt würden so nach 47 Jahren aus den nominal angesparten 59.334 Euro 230.000 Euro.
Kümmert sich der Sparer aber erst im Alter von 30 Jahren um seine Altersvorsorge, muss er monatlich schon 184,41 Euro zurücklegen. Und wenn er erst mit 40 Jahren beginnt, sind es schon 342,81 Euro. Härtling betont, dass die veranschlagten 230.000 Euro lediglich für die Aufrechterhaltung des Lebensstandards vorgesehen sind. „Wer sich im Alter noch den ein oder anderen Traum erfüllen möchte, braucht einen größeren Kapitalstock”, mahnt der Ruhestands-Experte. Um das zu erreichen, muss entweder die monatliche Sparrate oder die Risikobereitschaft erhöht werden.
Hintergrund
Der BDRD ist ein berufsständischer Verband der Ruhestandsplaner. Die Mitglieder des Bundesverbandes Der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. BDRD müssen jährlich eine Zertifizierung ablegen, mit der die hohe fachliche Kompetenz nachgewiesen wird. Zudem verpflichten sich die BDRD-Ruhestandsplaner zur Einhaltung hoher ethischer und fachlicher Standards bei der Beratung. Ziel der Beratung ist immer die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit der Menschen im und für den Ruhestand. Der BDRD e.V. ist unabhängig in jeder Hinsicht, vertreibt insbesondere selbst keine Finanzprodukte- oder Finanzdienstleistungen und gibt auch keine Empfehlungen zu Produkten ab.
Kontakt
Bundesverband Der Ruhestandsplaner Deutschland BDRD e.V.
Pressesprecher: Toni Wirler, Bundesgeschäftsführer Klaus-Dieter Rommeiß
Schiffbauerdamm 40 10117 Berlin
T: 030-20624262
F: 030-20672969 E-Mail: info@bdrd.de Web: www.BDRD.de
Doch nur 48 Prozent der Befragten sorgen auch wirklich privat vor. Dabei lässt sich schon mit kleinen Beträgen ein beachtliches Polster erwirtschaften, rechnet der Bundesverband der Deutschen Ruhestandsplaner (BDRD) vor. Wichtigste Voraussetzung: Es muss früh begonnen werden.
„Die Rente ist sicher – das glaubt heute niemand mehr“, ist sich Peter Härtling, Präsident des Bundesverbandes der Ruhestandsplaner Deutschland (BDRD) sicher. Den Deutschen sei sehr bewusst, dass es allein mit der gesetzlichen Rente im Alter eng wird. Doch viele verschieben das Thema Altersvorsorge nach hinten. „Das ist aber der falsche Weg“, warnt Härtling. „Die Deutschen kennen offenbar den Zinseszinseffekt nicht”, so der BDRD-Präsident. Für den ungetrübten Ruhestand sei es gerade wichtig, so früh wie möglich anzufangen.
Denn nur dann könne der Zinseszinseffekt sein volles Potenzial entfalten. Der wirkt übrigens nicht nur bei Sparbuchzinsen, sondern zum Beispiel auch, wenn Dividenden aus Aktienbesitz wieder angelegt werden oder thesaurierende Fonds mit ihren Gewinnen weiter wirtschaften. Die reinvestierten Renditen erzielen also immer neue Einnahmen, die dann wiederum Renditen generieren. „Wer früh anfängt, muss weniger sparen“, resümiert Härtling und rechnet vor: Wer sich im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand begeben möchte und zusätzlich zur gesetzlichen Rente monatlich 1000 Euro braucht, um den Lebensstandard zu halten, der benötigt bei einer angenommenen Infaltion von drei Prozent ein finanzielles Polster von rund 230.000 Euro. Ein heute 20-Jähriger müsste bei einer durchschnittlichen Rendite von konservativen fünf Prozent monatlich 105,22 Euro zurücklegen. Dank Zinseszinseffelt würden so nach 47 Jahren aus den nominal angesparten 59.334 Euro 230.000 Euro.
Kümmert sich der Sparer aber erst im Alter von 30 Jahren um seine Altersvorsorge, muss er monatlich schon 184,41 Euro zurücklegen. Und wenn er erst mit 40 Jahren beginnt, sind es schon 342,81 Euro. Härtling betont, dass die veranschlagten 230.000 Euro lediglich für die Aufrechterhaltung des Lebensstandards vorgesehen sind. „Wer sich im Alter noch den ein oder anderen Traum erfüllen möchte, braucht einen größeren Kapitalstock”, mahnt der Ruhestands-Experte. Um das zu erreichen, muss entweder die monatliche Sparrate oder die Risikobereitschaft erhöht werden.
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Der BDRD ist ein berufsständischer Verband der Ruhestandsplaner. Die Mitglieder des Bundesverbandes Der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. BDRD müssen jährlich eine Zertifizierung ablegen, mit der die hohe fachliche Kompetenz nachgewiesen wird. Zudem verpflichten sich die BDRD-Ruhestandsplaner zur Einhaltung hoher ethischer und fachlicher Standards bei der Beratung. Ziel der Beratung ist immer die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit der Menschen im und für den Ruhestand. Der BDRD e.V. ist unabhängig in jeder Hinsicht, vertreibt insbesondere selbst keine Finanzprodukte- oder Finanzdienstleistungen und gibt auch keine Empfehlungen zu Produkten ab.
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Pressesprecher: Toni Wirler, Bundesgeschäftsführer Klaus-Dieter Rommeiß
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F: 030-20672969 E-Mail: info@bdrd.de Web: www.BDRD.de
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